Das Altendorfer Vorwerk

Denkmalplakette Altendorfer Vorwerk

Zur Geschichte des Hauses

Der Hof in seiner gegenwärtigen Form mit Haupthaus, Gesindehaus und Scheune steht unter Denkmalschutz. Er ging aus einem Bauerngut hervor, das im 12. Jahrhundert gegründet wurde. Das heutige Haupthaus, erbaut um 1789 auf den Grundmauern des alten Gutes, ist ein Fachwerkhaus in der traditionellen ortstypischen Umgebindebauweise.

Von 1458 bis 1575 gehörte das Gut als "Altendorfer Vorwerk" zum Rittergut Prossen. Das damals bedeutende Rittergut Prossen lag direkt an einer alten Elbquerung und wurde von landwirtschaftlichen Gütern ("Vorwerk") auf den umliegenden Hochebenen versorgt. In den folgenden vierhundert Jahren blieb das Altendorfer Vorwerk trotz verschiedener Aufteilungen infolge Vererbung und Verkauf das größte Bauerngut in Altendorf.

Altendorfer Vorwerk ca. 1875 Von 1575 bis 1707 wurde es als Bauerngut Zschachlitz in der Ortschronik geführt. Während des Dreißigjährigen Krieges, am 16.4.1643, brandschatzten durchziehende schwedische Truppen das Gut, das in den Folgejahren von der Familie Zschachlitz wieder aufgebaut wurde.

Von 1707 bis in die 1730er Jahre gehörte der Bauernhof der Familie Hohlfeldt, danach bis 1838 der Familie Richter. In diese Phase fällt auch der Bau des Haupthauses in seiner jetzigen Form um 1789.

Die folgenden Jahrzehnte bewirtschaftete Familie Berger den Hof, gefolgt von der Familie Lantzsch, die ihn im Rahmen der Zwangskollektivierung in der DDR Ende der 1950iger Jahre verlor. Nach der politischen Wende 1989 wurde er an Familie Lantzsch zurückgegeben, die ihn 1994 schließlich verkaufte. Der Gebäudezustand machte eine durchgreifende Sanierung des Haupthauses erforderlich, die von 1995 bis 1998 in enger Kooperation mit der Denkmalschutzbehörde stattfand. Dabei wurden viele Elemente wie Blockbohlen, Balken, Lehmausfachungen, Altendorfer Vorwerk ca. 1946Holzkastenfenster und Schieferdeckung ausgetauscht und originalgetreu ersetzt und die komplette Haus- und Sanitärtechnik auf den neuesten Stand gebracht. Zwischen 1999 und 2009 wurde das Haupthaus für Wohnzwecke genutzt.

Von 2010 bis 2014 entstanden nach umfangreichen Umbau- und Renovierungsarbeiten schrittweise sechs komfortable, liebevoll eingerichtete Ferienapartments im Erdgeschoß, 1. Obergeschoß und im Dachgeschoss jeweils mit separaten Zugängen.

Hinweis: Die historischen Daten und Informationen bis zum Jahr 1918 sind der Altendorfer Ortschronik von Irmtraut Hille entnommen, der wir für ihre wertvolle Recherche- und Dokumentationsarbeit zur Dorfgeschichte ganzherzlich danken möchten. Die alten Schwarzweiss-Fotos vom Hof stellte uns freundlicherweise Familie Lantzsch zur Verfügung.


Kunst im Altendorfer Vorwerk

Wir freuen uns, Arbeiten der Malerin Barbara Kusch aus Lichtenhain in unseren Apartments am Malerweg im Elbsandsteingebirge präsentieren zu können.

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