Klettern im Elbsandsteingebirge

Die „Haussteine“ von Altendorf sind die Schrammsteine mit dem markanten Falkenstein, bereits bei der Anfahrt nach Altendorf von der Hohen Straße zu besichtigen. Beim direkten Zustieg zu Fuß über den Malerweg können folgende Zeiten als Richtwerte dienen: Zum Falkenstein ca. 60 min, zu den Schrammsteinen ca. 70 min. Mit eigenem Fahrzeug erreicht man in ca. 10 min den Parkplatz im Zahnsgrund, von wo man in ca. 15 min Fußmarsch den Falkenstein und die Schrammsteine erreicht. 

Geklettert wird nach den Sächsischen Kletterregeln (u.a. kein Magnesia, keine Klemmkeile, Absicherung neben den seltenen Ringen nur mit selbstgelegten Band- und Knotenschlingen, kein Klettern bei Nässe). Es gibt hierzulande zahlreiche traditionsbewußte Kletterer, die bei wahrgenommen Regelverstössen keinen Spaß verstehen (häufige Streitthemen sind Klettern an feuchtem Fels sowie das Einhängen von Topropes). Die Schwierigkeitseinstufung der Kletterwege erfolgt nach Elbsandsteinskala, in römischen Ziffern von I aufwärts, ab VII zusätzlich unterteilt von a bis c. Derzeit reicht die nach oben offene Skala bis XII. Bis zum IV. Grad ist die Schwierigkeitseinstufung mit der in den Alpen gebräuchlichen UIAA-Skala identisch, darüber gilt die Faustregel, daß bei gleicher Schwierigkeit die Elbsandsteinskala ca. ein Grad höher liegt (siehe Tabelle unten). Generell ist zu sagen, daß die hiesigen, meist traditionell sparsam gesicherten Routen nicht mit Sportkletterrouten in anderen Gebieten vergleichbar sind. Gebietsneulingen sei deshalb empfohlen, lieber mehrere Grade unter der Leistungsgrenze einzusteigen. Es gibt im Elbsandstein zahlreiche teils hundert Jahre alte Kletterwege, oft anspruchsvolle Kaminklettereien oder Rißanstiege, die scheinbar beherrschbare Schwierigkeiten von IV oder V aufweisen, die aber aufgrund der extrem sparsamen Absicherung (ohne Zwischensicherung bis zum Gipfel) und starker Exponiertheit (überhängender Rißeinstieg im letzten Drittel des Weges) immer wieder unvorsichtige Aspiranten das Fürchten lehren oder gar in gefährliche Situationen bringen, aus denen sie von der Bergwacht gerettet werden müssen.

Elbsandstein UIAA-Skala
Frankreich
I-III 1-3 1-3
IV 4 / 4+ 4
V 4+ / 5- 4+
VI 5 5a
VIIa 5+ / 6- 5a / 5b
VIIb 6 5c
VIIc 6+ 6a
VIIIa 7- 6a+
VIIIb 7 6b
VIIIc 7+ 6b+ / 6c
IXa 8- 6c / 6c+
IXb 8 7a
IXc 8+ 7a+ / 7b
Xa 9- 7b+
Xb 9 7c / 7c+
Xc 9+ 7c+ / 8a
XIa 10- 8a / 8a+
XIb 10 8b
XIc 10+ 8b+ / 8c
XIIa 11- 8c / 8c+

Der Zugang zu zahlreichen Klettergebieten ist auch ohne eigenes Fahrzeug mit dem Bus (Haltestelle vorm Hof), der Kirnitzschtalbahn (20 min. Zustieg) sowie der S-Bahn im Elbtal möglich. Benötigen Sie aktuelle Fahrpläne und individuelle Beratung bei der Planung sprechen Sie uns einfach an.

Mit dem Auto sind aufgrund der zentralen Lage nahezu alle Klettergebiete der Sächsischen Schweiz von Altendorf aus in 10-15 min. zu erreichen:

  • Schrammsteine und Falkenstein – Parkplatz Zahnsgrund
  • Schmilka – Parkplatz Schmilka
  • Affensteine – Parkplätze Nasser Grund und Beuthenfall
  • Kleiner Zschand – Parkplatz Neumannmühle und Felsenmühle
  • Großer Zschand – Parkplatz Neumannmühle
  • Rathen – Parkplatz Gamrig, Parkplatz Ziegenrückenstrasse
  • Brand – Parkplatz Alter Bahnhof Hohnstein, Parkplatz Ziegenrückenstrasse
  • Lilienstein – Parkplatz Lilienstein
  • Papststein/Gohrisch – Parkplatz Papststein
  • Pfaffenstein – Parkplatz Pfaffendorf

Ins Bielatal zum Parkplatz Ottomühle benötigt man ca. 30 min. Zufahrtszeit.